Samstag, 16. Januar 2016

… und immer noch auf den Virgin Islands …


Safari Njema unter Palmen - Maho Bay, St. John

Ja, sie lassen uns kaum los – die Virgin Islands. Eine super schöne Insellandschaft  von wunderschönem Wasser umgeben…  aber ach das steht ja schon alles im Blog. Einfach nachfolgend ein paar Fotos um zu erklären, um zu verstehen. Uns nehmen die Virgin Inseln gefangen und wir geniessen – vielleicht auch weil uns schon bewusst wird, dass es die letzten Segelmonate in karibischen Gewässern sind. Die kleinen und grossen Naturspektakel auf Land, das geniale Segeln bei besten Bedingungen und die Unterwasserwelt - Es ist einfach wunderbar schön.


Smugglers Cove - Torola

Auf der Klippenwanderung - der Küstenklassiker



42 Jahre Gerda,  Cane Garden Bay, Torotla
Um  Bernard, Karin und ihren Kindern Viktor und Mia zu treffen, zögern wir das Ausklarierungsprozedere von den British Virgin Islands um einen weiteren Tag hinaus.



Wir treffen die französisch-kanadische Familie und tauschen uns aus über die bestandene lange Passage von der US Küste in die Karibik aus. Wir hatten 3 Wochen gemeinsam in Morehead City auf den richtigen Starttag gewartet und  sind dann innerhalb 24 h beide los – Black Cat nach uns. Wie sich herausstellte hatten wir dank unserem Wetterrouter Chris trotz Leichtwind super Glück gehabt, er hat uns um ein Sturmtief herumgeleitet – Black Cat hingegen hat einiges Abbekommen -  zeitweise Starkwind und hohe Wellen, schwere Seekrankheit für alle, insbesondere die Kinder, eine Kenterung – zum Glück ohne schwerste Folgen, Autopilot defekt auf halbem Weg und – weil sich die Aussenwelt grosse Sorgen machte – eine nicht ungefährliche Dieselübernahme von einem Frachter auf hoher See. Nach 15 Tagen sind aber auch sie ziemlich ausgepowert endlich gut in Puerto Rico gelandet und versuchen nun den Weg weiter nach Osten gegen den Wind zu schaffen. Unsere Wege haben sich also gekreuzt und wir genossen das Wiedersehen! Safari Njema, Black Cat!

White Bay, Jost von Dike
Never judge a Captaine by the size of his dinghy ...
Soper's Hole, Tortola - Ausklarierungshafen, Adieu BVI's!
Inzwischen sind wir von den Britischen zu den US-amerikanischen Jungferninseln übergesegelt und haben ein neues US Visa für 6 Monate erhalten.

Die Inseln St. Croix, St. John und St. Thomas wurden  1917 für 25 Millionen $ von Dänemark an die USA verkauft. Auf St. Croix wird vorwiegend Landwirtschaft betrieben, St. John ist zu 2/3 der Landfläche Nationalpark und St. Thomas ist seit Jahrhunderten einer der grössten Handelshäfen in der Karibik. Früher wurde hier die Handelsware zwischen Europa und Karibik ausgetauscht, zu den Dampfmaschinen Zeiten diente St. Thomas als Kohlestützpunkt und heute ist die Hauptstadt Charlotte Amalie die grosse Destination für Kreuzfahrtschiffe und allerlei Touristen wie wir.

Auf St. John wandern wir kreuz und quer die Insel ab und finden wilde Orchideen ...
schattige Wege durch Dickicht
Ruinen der alten Zuckerplantagen
Die Zuckerproduktion brach ein als  Dänemark 1861 die Sklaverei abschaffte, 
die Dampfmaschine übernahm die Schwerarbeit danach, bis die Zuckerrüben Produktion in Europa den hiesigen Anbau  definitiv einbrechen liess
Heute ist kein Zuckerrohr mehr auf der Insel zu finden 

Francis Bay, St. John
Wann im Leben nimmt man sich schon Zeit und Musse, kleine Naturwunder wie dieses zu betrachten: 


Der Einsiedlerkrebs, nackt im Meer aus dem Ei geschlüpft, sucht sich ein Häuschen und wandert für seine Nahrungssuche weit hoch hinauf auf die Inseln. Mit zunehmendem Wachstum sucht er sich ein neues passendes Haus, meistens dies einer Wellhornschnecke die auch auf seinem Menuplan steht. Diese Tiere sind ulkig wie sie sich doch recht schnell den steilen Hügel hochhieven um nächstes Jahr zum Strand zur Reproduktion zurückzukehren ...


Praktisch die Openair Taxi Busse bringen uns nach der Inselwanderung wieder zur Ankerbucht zurück
Haben wir auf St. John also rund 7 Tage Natur pur – praktisch ohne Infrastruktur und Internet – gelebt, liegen wir nun im grossen, geschützten Naturhafen von Charlotte Amalie, zusammen mit täglich zwei bis drei Kreuzfahrtschiffen, die nur tagsüber bleiben, rund 100 weiteren Segelschiffen unserer Liga und einer Marina  voller „Superyachts“ unglaublich grosser privaten Luxus(motor)-yachten. Im Weiteren ist die Bucht und Stadt von Hotelresorts umgeben. Erstaunlich dabei, wie Charlotte Amalie diese Belagerung einsteckt! Wir finden hier eine sehr gepflegte Altstadt vor, die sich nebst den Juwelier- und Souvenirgeschäften einen lebendigen und eigenständigen Charakter bewahrt hat. Die alten Gebäude und Gassen sind schön in Stand gehalten und das Spazieren durch die engen schattigen Gassen ist  ein Vergnügen! 











Dienstag, 5. Januar 2016

Winter auf den British Virgin Islands …

unsere Nachbarin
Anegada Nordstrand

… bedeutet bei 27 Grad und Christmas Winds von einer Insel zur Nächsten zu segeln, dabei nie das Land aus den Augen zu verlieren, durch türkisfarbenes Wasser zu rauschen und am Ankerplatz mit den Fischen und Schildkröten im gleich warmen Wasser zu schnorcheln, anschliessend in der Happy Hour einen Painkiller, den hiesigen Rum Cocktail, zu geniessen und den Pelikanen und Ghannets beim Fischen zu zusehen. Genau dieses Ferienprogramm konnten wir mit Sara und Rene über die Weihnachtstage geniessen.



Happy Hour @ Anegada
Stilt Dancers Show @ Leverick Bay

Die British Virgin Islands haben sich mit den vielen kleinen und grösseren Inseln als DAS geeignete Segelferienziel gezeigt.  Ganz unserer Meinung sind auch die Segelboot Charter Unternehmen.  Noch nie haben wir eine solche Dichte von Mietyachten gesehen, die wie wir, die idealen Bedingungen nutzen, um die Jungfern Inseln per Boot zu entdecken, was unbestritten die geeignetste Reiseart hier überhaupt ist. 


Dog Island

Die kleinen Inseln sind oft unbewohnt und es gibt kaum Wege oder Strassen, die durch das Dickicht über die Inseln führen. Auf den grösseren Inseln leben Menschen in kleinen Dörfern und wir finden steile Wege und Strassen um uns die Beine zu vertreten und die herrlichen Aussichten zu geniessen, bevor uns noch Schwimmhäute zwischen den Zehen wachsen.


Apropos Schwimmhäute – mit den zwei sportlichen Triathleten an Bord kommt auch bei uns das Schwimmtraining nicht zu kurz. Gerda übt nun gemäss Anweisung der Cheftrainerin fleissig den Crowl  und versucht den Hundeschwumm mal endlich abzulegen.

wer braucht denn schon ein Dinghy, wir schwimmen an Land 
fast täglich kriegen wir einen Squall ab
fun sailing @ BVIs


Schnorcheln in den Höhlen von Treasure Point - Norman Island


René nd seine Schwimmkonkurrenz
Bei so viel Wasser machen dann aber irgendwann Gerdas Ohren wiedermal schlapp.  Beide Ohren sind entzündet und da hilft nur die Antibiotika Kur des Spitals von Road Town auf Tortola. Doch inzwischen ist alles geflickt und sie kann ihr Schwimmtraining wieder aufnehmen.

Käpt'n macht Pause
Preisverleihung des Fischwettbewerbs
OEV auf Anegada
Wahoo - unser Dinner wird vorbereitet
Marina Cay
Matrose René am anbändseln bei den Baths
Käpt’n Sven indes muss nun,  da die Crew wieder abgereist ist, alle Segelarbeiten wieder selber erledigen – Kaffee trinken, News lesen, Segel hochziehen,  Motorkontrolle, Dinghy aufpumpen …  aber zum Glück ist alles auf Safari Njema paletti und es kommen keine Reparaturarbeiten dazu.

Morgen reisen wir ins nächste Land – eine Insel weiter zu den amerikanischen Jungfern Inseln St. John und St. Thomas – immer mit dem Passat Wind im Rücken gegen Westen zu.

und alles was da so ums Schiff rum schwimmt ...

Lambi Muscheln



unser Haushaifischchen sucht Schatten unter Safari Njema
Roche im Sand
Great Barracuda - auf der Lauer unter Safari Njema
Korallengärtchen

Freitag, 1. Januar 2016

Donnerstag, 17. Dezember 2015

Ankunft bei den britischen Jungfern Inseln - Virgin Gorda



Juhui, wir sind angekommen!


Safari Njema wieder im  türkisenen Wasser und sicheren Hafen angebändselt

Alles nach Plan gelaufen. Einklarierung und Ankermanöver im Gun Creek geklappt, Anschliessend Anker gelichtet und in die Nachbarsbucht zur Leverick Bay Marina mit gemütlichem Strandhotel und Bar verlegt.
Hier lassen wir es uns gut gehen und gewähren auch Safari Njema eine wohlverdiente Pause. Nach drei sehr langen Nächten sind wir nun auch wieder ausgeschlafen und organisieren uns neu für wartende Freunde und Abenteuer!

Vor dem Immigration Office - Was für ein netter Empfang
Die Marina ist dem  Leverick Bay Hotel angeschlossen, alle Annehmlichkeiten
wie Strand, Bar & Restaurant, Swimmingpool, Duschen und Waschküche
stehen uns zur Verfügung
Beine vertreten nach 16 Tagen auf See - ein Genuss für Körper und Seele

Und nach so langer Zeit wieder mal richtig online sein!
Eine wahre Freude die vielen Mails zu lesen, fast schon ein bisschen wie Weihnachten
oder eben verspätet Geburtstag feiern!

Montag, 14. Dezember 2015

letzte Nacht auf Rauschefahrt - British Virgin Islands, wir kommen!

19°27,295 N
64°17,579 W
22.45 Uhr ATS, 02.21 UTC

Noch einmal segeln wir unter strahlendem Sternenhimmel durch die dunkle Nacht. Alles läuft ruhig und rund, wir laufen mit 6 Knoten auf Halbwind trotz gerefftem Gross- und Yankeesegel. Endlich haben wir angenehmen Passatwind erwischt; wurde auch Zeit. Wir bremsen uns selber, weil wir unsere Ankunftszeit in den wieder messbaren Meerestiefen auf den Tagesanbruch planen. Noch haben wir über 4000 Meter tiefes Wasser unter uns.
Nur noch rund 60 sm trennen uns vor dem Landfall auf der Insel Virgin Gorda.

Virgin Gorda - die dicke Jungfer - von Kolumbus so genannt, weil die Insel von See betrachtet Aehnlichkeit mit einer liegenden schwangeren Frau haben soll. Mal schauen, ob dieser Anblick bei der Annäherung von Norden auch zu sehen ist.

Mit 14 Tagen war es eine lange, langsame und weite Passage. Auf direktem Kurs wäre die Strecke rund 1200 sm, doch wir mussten aufgrund der häufigen Gegenwindes viele Umwege segeln. Schon jetzt zeigt das Etmal 1568 sm an. Himmel! Im Zickzack durch das Bermuda Dreieck! .
Diese Umstände haben unsere Geduld und Durchhaltewillen ziemlich auf die Probe gestellt. Auch war lange unklar, ob wir denn überhaupt genügend Wind bekommen würden, um die Ostkaribik zu erreichen oder ob die Umstände uns zwingen nach Südwesten abzurdrehen?
St. Martin, unser eigentliches Ziel mussten wir fallen lassen, denn für das vereinbarte Treffen mit Rene und Sara waren wir eh zu spät und die Route wäre noch weiter in den Osten gewesen. Also mussten wir umplanen und sind nun sehr froh, es (bald) bis zu den Virgin Islands geschafft zu haben und dass es Flugzeuge und Fähren gibt, welche Fahrpläne besser einhalten können. So können Sara und Rene uns nochmals entgegen reisen.

Eigentlich war es auch eine ruhige Reise, denn der häufig so laue Wind ermöglichte auch angenehmeres Bordleben und wir hatten Glück, von richtig heftigen Squalls verschont geblieben zu sein. Squalls sind lokale Wolkenbrüche und stehen hier auf der Tagesordnung, meist mit heftigem Regen und teilweise starken Böen fegen sie über einem hinweg und nach etwa einer halben Stunde ist der Spuk vorbei. Nachts hilft das Radar enorm, die Regen geschwängerten Wolkenwände zu erkennen und gibt uns rechtzeitig Bescheid, dass wir uns vorbereiten können.
Doch eben, wir sind bisher glimpflich davon gekommen und wollen nun mal hoffen, dass auch die letzte Nacht keine Squalls zum Abschluss bringt.

Auf Virgin Gorda werden wir zuerst mal offiziell einklarieren. die Quarantäne Flagge und den Union Jack haben wir zur Vorbereitung schon mal gehisst. Oh ja, merkt man, dass wir uns schon riesig auf's Land freuen? Nach der Einklarierung suchen wir uns ein komfortables Plätzchen in einer Marina und werden erstmal die Beine vertreten gehen, viel, viel schlafen und die nächsten Tage uns und unser braves Schiffchen Safari Njema wieder flott machen.

Safari Njema hat die Dauerbelastung gut überstanden. Einzig die vordere Lucke hat den überkommenden Wellen nicht ganz stand gehalten und Seewasser ist auf die Matratzen getropft. Ausgerechnet jetzt, wo wir diese doch brauchen, wenn unsere Gäste kommen! Ist zwar ärgerlich aber ja nicht weiter schlimm - gibt also eine Reinigungs- und Trocknungsaktion mehr.

Nun aber ab wieder nach oben ins Cockpit und noch ein bisschen Sternli gucken ...

Dienstag, 8. Dezember 2015

10 Tage auf hoher See und kein Land in Sicht ...

... obwohl wir uns schon riesig auf Land freuen würden.
Doch es ist wirklich ein dorniger Pfad diese Passage. So wird die Route unter Seglern nämlich benannt.

Zusammengefasst: Von 10 Tagen konnten wir während 1 Tag direkten Kurs anlegen auf unser eigentliches Ziel St. Martin.
Doch es ist wie verhext: alle anderen Tage hatten wir Gegenwind von Süd bis Ost und sind ständig am Aufkreuzen hart am Wind. Ein Vorteil, dass es immer leichter Wind ist und so ein Höhe gewinnen in Richtung Ostkaribik überhaupt möglich war. Doch trotzdem, es ist sehr mühsam und beschwerlich.

Vor drei Tagen mussten wir uns entscheiden, ob wir unser Vorhaben weiter verfolgen wollen oder abzweigen müssen in die Dominikanische Republik oder Turk Caycos. Das hätte uns aber ziemlich die gesamte Reiseroute durcheinander gebracht und wir hätten die Virgin Island wohl ganz streichen müssen. Nach all der Warterei der letzten Wochen ärgerte uns dies aber ziemlich, zumal wir doch auch Rene und Sara irgendwo noch treffen möchten.
So haben wir uns entschieden, weiter zu kämpfen gegen Wind und drohende Flaute. Das bedeutet, dass wir nun wesentlich länger unterwegs sein werden und dies halt aushalten müssen. Dafür hoffen wir, es zumindest soweit in den Osten bis zu den British Virgin Islands zu schaffen.

Heute haben wir nun den Längengrad der British Virgin Islands erreicht. Nun müssten wir nur noch nach Süden fahren - und alles was auf dem Programm steht ist Südwind also Gegenwind und Flaute .... einmal mehr. Der Passatwind, welcher hier nun langsam wirksam sein dürfte/müsste, hat sich vorerst verzogen. Hoffentlich kommt er auf Samstag zu uns und bläst uns endlich, endlich in die Virgin Islands.

Dienstag, 1. Dezember 2015

Ahoi von hoher See!

Seit 3 Tagen unterwegs.
Die ersten 24 h bekamen wir den alten heftigen Schwell eines Unwetters vor einigen Tagen draussen im Meer noch zu spüren. War das eine Schaukelei! Und von Anfang an nur leichter Wind, der am ersten Tag gar nicht an Segeln denken zu liess. Also motorten wir los, direkt in die Wellen und auf den uns quer im Weg liegenden Golfstrom zu. Den Golfstrom bemerkten wir vor allem durch ein noch unruhigeres Wellenbild, welches sich aber doch wegen des leichten Windes in Grenzen hielt. Zudem wurden wir mit rund 1.5 Knoten pro Stunde nach Nord versetzt und, ein weiteres typisches Zeichen, wir sahen viele Delfine und Fische springen.
Leider war auch am Sonntag kaum Wind vorhanden. Das vorhandene leichte Lüftchen von 1 Beaufort kam denn auch noch platt von hinten. Nicht mal unser Parasailor vermochte sich da oben zu halten und machte nur den Löli. Also wieder nix mit segeln.
Langsam begann uns die Motorerei zu beunruhigen. Montagmorgen, 03 Uhr hatten wir bereits 27 h Betriebsstunden, d. h. bereits rund knapp 1/3 des Treibstoffes verbraucht. Nun war damit also vorerst fertig lustig. Wir stellten auf Sparflamme um. Ab jetzt wird nur noch gesegelt und schlimmstenfalls müssten wir uns treiben lassen. So weit so gut, schliesslich hatten die Helden Segler früherer Tage auch keinen Dieselantrieb. Doch, wann würde uns endlich Wind beglücken?
Chris unser Wetter Router versprach erst Wind auf Dienstagnachmittag. Tja, das hatten wir leider auch so gesehen auf unseren Prognosen. Also richteten wir uns schon auf das rumdümpeln ein.
Doch oho! Seit Montag 03 Uhr segeln wir! Bei lauen 5-10 Knoten Wind zeigt Safari Njema ihre Stärken! Erstaunlich, wie dieses schwere Schiff bei diesem leichten Zug anspringt! Wir segeln doch immerhin mit konstanten 3 - 4 Knoten. Wer auch immer uns den Wind geschickt hat, vielen Dank!
Also läuft alles besser als noch am Sonntagmorgen befürchtet.
Durch den sanften Wind und den leichten Seegang ist auch das Leben an Bord natürlich sehr angenehm. Wir haben ruhige sternenklare Nächte, der Mond scheint uns die halbe Nacht lang und die Sonne wärmt tagsüber angenehm bei 25 Grad.
Da sich Greta May noch am Samstag anders entschieden hat und zurück zur Küste gesegelt ist, sind wir alleine unterwegs. Mit Sapphire, die weiter im Norden von uns liegen, funktioniert der Funkkontakt bestens. Allerdings scheinen sie bisher leider gar keinen Wind erwischt zu haben. Zwar haben sie mehr Dieselkapazität, doch dafür hatten sie Probleme mit der Batterieladung. Nun ja, scheint inzwischen repariert zu sein.
Die Wetterbesprechungen mit Chris morgens und abends über Funk haben sich bisher voll bewährt. Auch er staunt über unsere Winde! Der Ostwind ist uns treu geblieben und hat nun heute Dienstagmorgen sogar etwas aufgefrischt. Weil uns eine Strömung auch noch gegen West versetzt bleibt uns vorerst nur der Weg nach Süden offen.
Doch die Prognosen sehen nicht schlecht aus und lassen uns voraussichtlich die nächsten Tage nach Osten segeln. So sind wir also guter Stimmung und Hoffnung auf eine weitere glückliche Passage.